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Die Breitmacherin

Wir leben in schlimmen Zeiten. Die Menschen werden immer respektloser, jeder, alle – und vor allem: alle anderen!

Wieder einmal war es Morgen, wieder einmal saß ich in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Ich saß, denn ich hatte Glück gehabt und einen Platz entern können, den keiner meiner Miteinsteigenden so schnell gewittert hatte wie ich. Da saß ich nun, und ich blickte leer vor mich hin, so nämlich blickt der Großstädter in der U-Bahn. Mir gegenüber saß eine etwa 60jährige Frau, die hatte dabei: Eine große Handtasche, einen gut gefüllten Jutebeutel und ein dickes Buch, welches sie auf ihrem Schoß drapiert hatte, in ihm zu lesen. So wirklich nahm ich die Dame gar nicht wahr, denn ich blickte ja leer vor mich hin, vielleicht also bemerkte ich die Details erst später, als es kurz einmal interessant wurde auf der Sitzbank mir gegenüber.

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Blendendes Deutsch

Es gibt Menschen, die wollen mehr sein, als sie sind. Sind diese Menschen Deutsche und um die Dreißig, dann leben sie in Berlin, Hamburg – oder (leider) München. Und da leben sie dann von irgendetwas mit Medien. Gut, solche Biotope muß es wohl geben. Aber daß ausgerechnet dieses Biotop für die Pflege der deutschen Sprache zuständig ist – nicht gut!

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Manierlichkeiten

„Wir sehen die klügsten, verständigsten Menschen im gemeinen Leben Schritte tun, wozu wir den Kopf schütteln müssen,“ so der Freiherr von Knigge zum Mangel an Manieren bei seinen Zeitgenossen. Seither scheinen die Umgangsformen nicht besser geworden zu sein – höchstens komplizierter.

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Fehlerhafter Neubeginn

Wird’s besser, wird’s schlimmer, fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer lebensgefährlich.
                                                        Erich Kästner

Silvesternacht. Eine Silvesternacht wie jede Silvesternacht. Da feiert man mit Menschen, die man mag, und mit Menschen, die man nicht kennt, die aber von den Menschen gemocht werden, derentwegen man zu eben dieser Feier kam.

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Die katholische Kerze

Vor kurzem wurde ich gebeten, eine Kerze zu entzünden. Das passiert mir öfters und ist meist nicht der Rede wert, denn ich bin Raucher, deshalb habe ich immer Feuer bei mir, und das weiß meine Umgebung. Dieses Mal aber war es eine besondere Bitte – und schon wurde es schwierig.

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Frauenhaar

„Warst du beim Friseur?“, fragte ich eine kollegiale Freundin morgens in der Kantine. Sie bestätigte es, wobei das angesichts des doch recht deutlich gekürzten Haares gar nicht nötig gewesen wäre. Meine Frage hatte eher rhetorische Natur gehabt, wie man auch fragt: Neues Kleid? Und dann sagt sie ja, und man erwidert noch ein kurzes: Sieht gut aus – und der Sitte ist Genüge getan. Nun hatte ich aber diese Sitte etwas abgekürzt, indem ich meinen zweiten Part unter den Tisch fallen ließ, und das führte dazu, daß ich mich viel später am Tag noch intensiv mit der Haartracht der Frau auseinandersetzte.

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Mein Klassiker

Wie traurig wäre das Fußballfan-Dasein, gäbe es nicht den verhassten Gegner der eigenen Mannschaft? Wie leer müsste sich ein Real-Fan fühlen, gäbe es nicht Barca? Das große spanische Duell ist natürlich, auch wegen der Geschichte Spaniens, ein Extremfall. Aber auch in Deutschland gibt es ähnliche Paarungen – und ein Duell, das es leider fast nicht mehr gibt.

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